Die N en Burgstrasse

Eine schöne Pointe ist, dass die „Senioren“, die den tätlichen Angriff auf die Hindenburgstraße verübt haben, zu dem letzten Schild nicht mehr gekommen sind. Das habe ich eben mal fotografiert, es sieht so aus:

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Sorry, die Straßenlaterne hat arg gestört, aber da steht N enburgstrasse. Ich habe auf das Schild in letzter Zeit nicht so geachtet, es könnte natürlich auch ein Altschaden sein, mir wurde aber eben gesagt, dass der EAD das wohl veranstaltet hat, weil er an den Schildern die Klebestreifen abkratzen sollte. Ein Klebestreifen, der dort gar nicht vorhanden war. „Verdammt, das klebt aber dolle, gib mir mal die Kelle…aaah… ups, ohoh!“

Aber selbst, wenn das nur ein Altschaden ist, den hat offenbar keinen gestört, aber kaum, dass ein paar „Senioren“ ein paar Klebestreifen anbringen, wird’s plötzlich hektisch in der Stadtverwaltung. Wenn es ein Altschaden war, dann hat es schon seit einiger Zeit niemanden gestört, dass dort Hindenburgstraße nicht mehr zu lesen ist, wieso also ist es dann ein Problem, wenn „Senioren“ den Schriftzug unleserlich machen?

Übrigens: die „Senioren“ wurden nicht etwa geschnappt, weil eine Polizeistreife zufällig vorbeikam, sondern ein Anwohner hat dafür extra die Polizei gerufen. Weil ein paar Leute Klebestreifen auf Straßenschildern anbringen! Drei Tage vorher war nur wenige Meter weiter in der Neckarstraße ein 20-jähriger brutal überfallen worden, aber Anwohner der Hindenburgstraße binden Polizeikräfte wegen so einer Lappalie. Ja, streng genommen ist es Sachbeschädigung, aber Himmelherrgott das waren ein paar Klebestreifen, da ist überhaupt kein Schaden entstanden, zumindest nicht so sehr wie an dem einzigen Straßenschild, an dem kein Klebestreifen war. So viel politischen Ungehorsam muss eine Demokratie schon aushalten.

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Historische Gründe

Kennt Ihr das? Dass Ihr irgendwas schon tausendmal gehört, gelesen oder erlebt habt? In Darmstadt geschieht das regelmäßig an der Hindenburgstraße. Dort haben am späten Montagabend drei – wie das Echo schreibt – „Senioren“ das Straßenschild überklebt und aus der Hindenburgstraße die „Halit-Yozgat-Straße“ gemacht. Nicht zum ersten Mal. Wurden natürlich auf frischer Tat ertappt.

Klaus Honold, früher mal beim Echo, heute „städtischer Sprecher“ sagt dazu:

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Zur OB-Wahl (Teil 1): ein seltsames Konstrukt

Die anstehende OB-Wahl ist dieses Mal an mir bisher größtenteils vorbeigegangen. Ich habe die Berichterstattung im Echo und im Tagblatt verfolgt und natürlich sind mir die Plakate nicht entgangen, ansonsten aber war ich diesmal wohl etwas demokratiefaul.

Da ich aber die politischen Positionen der meisten Kandidaten kenne, weil sie schon lange in der Darmstädter Kommunalpolitik herumwerkeln, ist meine Meinungsfindung trotzdem nicht allzu kompliziert, so dass ich auch so nur noch zwischen zwei Kandidaten/innen schwanke.

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Brandnachtmuseum

Wolfgang Faust schlägt für das Saladin-Eck ein Museum zur Erinnerung an die Brandnacht vor: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/vorstoss-fuer-brandnacht-museum_17730524.htm. Außerdem möchte er, dass dazu eine Stiftung gegründet wird, für die er selbst bereit wäre, eine Summe im hohen fünfstelligen Bereich zu spenden.

Nun tu ich mir allgemein etwas schwer damit, gegen die Pflege einer Erinnerungskultur zur Stadtgeschichte zu argumentieren, dennoch halte ich den Vorschlag für verfehlt. Dafür gibt es mehrere Gründe:
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Und wieder mal die Hindenburgstraße

Und wieder mal ist die Hindenburgstraße Thema: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/umbenennung-der-darmstaedter-hindenburgstrasse-bleibt-thema_17650770.htm

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Offtopic

Ein Gespräch vor 2 Jahren:

„Du, des mit dem Obama läuft net so rund, ich würde mich nicht wundern, wenn 2016 Donald Trump zum US-Präsident gewählt werden würde.“

Erwiderung: „Ach Quatsch, eher wird Bob Dylan Literaturnobelpreisträger.“

🙂

Der Verzicht der CDU auf einen eigenen Kandidaten und die Bedeutung für die AfD

Der Politologe Björn Egner über die OB-Wahl und den Verzicht der CDU auf einen eigenen Kandidaten: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/ob-wahl-politologe-egner-analysiert-den-verzicht-der-cdu-auf-einen-eigenen-kandidaten–nutzen-fuer-afd_17406989.htm

Ich habe lange überlegt, ob ich da auch meinen Senf dazugeben soll oder nicht. Eigentlich halte ich das für verfrüht, weil noch völlig unklar ist, ob Parteien bzw. Wählergruppen wie FDP, AfD, Uwiga, Uffbasse und die Piraten einen Kandidaten aufstellen und wenn ja, wen. Aber nehmen wir mal an, sie tun es.
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