Gescheiterte Projekte

Ich misste gerade meine Festplatte etwas aus und stelle fest, dass ich ein Problem damit habe Dinge zu beenden. Im Laufe der Zeit haben sich dort unzählige „Projekte“ (blödes Wort dafür, mir fällt aber gerade nichts besseres ein) angesammelt, die ich nie beendet habe. Dinge, für die ich mich sonst so interessiere und die ich sonst so gemacht habe.

Ich dachte mir daher, da der Blog mittlerweile auch eher gescheitert ist (okay, das könnte man anders deklarieren), könnte ich ihn ja so als Endzwischenlager missbrauchen und dieses gesammelte Unvollendete auf Unterseiten des Blogs verteilen. Nachdem ich das mit zwei Projekten (teilweise!) gemacht habe, habe ich aber auch schon wieder die Lust verloren, praktisch also noch ein gescheitertes Projekt geschaffen.

Wieder löschen wäre jetzt aber auch dämlich, von daher, wen es trotzdem interessiert, hier ist es zu finden: https://darmundestat.wordpress.com/sonstiges/gescheiterte-projekte/ (oder oben über die Leiste bei „Sonstiges“).

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Die Totenmaske Shakespeares in Darmstadt

Nur ein paar kleine Bemerkungen, weil ich darauf jetzt über die Feiertage mehrfach hin angesprochen wurde.

Michael Kibler baut seinen neuen Krimi „Treueschwur“ teilweise um die angebliche Totenmaske William Shakespeares auf, die in der Darmstädter Universitätsbibliothek aufbewahrt wird. Die Frage, die dabei natürlich aufkommt, ist: Handelt es sich dabei wirklich um die Totenmaske Shakespeares?

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Gibt’s demnächst mal wieder was?

Das ist eine Frage, die ich in Bezug auf den/die/das (der korrekte Artikel macht mir immer noch Schwierigkeiten 😉 ) Blog seit einiger Zeit gelegentlich gestellt bekomme.

Die kurze Antwort: in nächster Zeit wahrscheinlich eher nicht.

Die lange Antwort:

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Es begann so vielversprechend

Schon vor einigen Wochen hatte die Frankfurter Rundschau einen Bericht über den neuen Pächter der Burg Frankenstein (http://www.fr.de/rhein-main/darmstadt-dieburg-werwolf-wird-burgherr-a-1284395). Als es darum geht, ob Mary Shelley durch die Burg zu ihrem Roman Frankenstein inspiriert wurde, wird der neue Pächter doch tatsächlich mit den Worten zitiert:

„Belegt ist aber nur, dass sie in Gernsheim war“

Genau. 43 Jahre lang konnte man seinem Vorgänger nicht begreiflich machen, dass mehr nicht ist. Shelley war für 3 Stunden in Gernsheim, bei Nacht. Sie war niemals auf der Burg.

Leider geht der Artikel dann aber so weiter:

Dagegen sei sicher, dass der 1673 auf der Burg geborene Theologe, Alchemist und Arzt Johann Konrad Dippel Versuche mit Schwarzpulver in einem der Türme machte.

Au.

Bisher hieß es immer, es wäre Nitroglyzerin gewesen. Dass das nicht sein kann, weil es damals noch gar kein Nitroglyzerin gegeben hat, sollte eigentlich dazu führen, dass man auf die Idee kommt, dass die ganze Geschichte nicht stimmt. Statt dessen ersetzt man das Nitroglyzerin durch Schwarzpulver, das gab’s damals ja.

Klar, niemand kann völlig ausschließen, dass Dippel irgendwann irgendwo irgendwie mal mit Schwarzpulver herumexperimentiert hat, nur gibt es keinerlei Hinweise darauf. Vielleicht hat er auch bei Vollmond im Burghof Sirtaki getanzt, wer weiß? Davon ausgehen würde ich aber nicht. Warum also sollte man davon ausgehen, er hätte mit Schwarzpulver experimentiert?

Außerdem gibt es auf dem ehemals von Kelten genutzten Areal Magnetsteine

Es gibt nicht einen einzigen keltischen Fund auf dem Areal.

Albert Schwanholz, der erste Darmstädter Heiner

Die Überschrift ist eigentlich Betrug. Albert Schwanholz war definitiv nicht der erste Heiner und auch nicht der Erste, der sich selbst als Darmstädter Heiner bezeichnete. Aber er ist der Erste, von dem wir wissen. Er stand 1872 vor Gericht, weil er – unter anderem – von einem Lehrjungen 2 Gulden erpresst hatte. Dabei hatte er ihm mit seiner „Qualität als ‚Darmstädter Heiner'“ gedroht.

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Details

Bleiben wir noch mal kurz bei dem Thema.

Einer der Gründe, warum es so wichtig ist, Digitalisate in hoher Auflösung zur Verfügung zu haben, ist, dass sonst wichtige Details untergehen. Als Beispiel nehme ich noch mal den Stich von 1676:

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Kartengestöber – mit Nachtrag

Kristof hat die südhessische Straßenkarte von 1575 hochgeladen. Diese Karte kannte ich zwar schon seit geraumer Zeit, allerdings in geringerer Auflösung.

Diese Karte gehört aus verschiedenen Gründen zu den interessantesten überhaupt. Ein Grund ist, dass wir auf der Karte die älteste bildliche Darstellung Darmstadts überhaupt finden, auch wenn die Darstellung als schnelle Skizze nur wenig aufschlussreich ist.

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