Offtopic

Ein Gespräch vor 2 Jahren:

„Du, des mit dem Obama läuft net so rund, ich würde mich nicht wundern, wenn 2016 Donald Trump zum US-Präsident gewählt werden würde.“

Erwiderung: „Ach Quatsch, eher wird Bob Dylan Literaturnobelpreisträger.“

🙂

Der Verzicht der CDU auf einen eigenen Kandidaten und die Bedeutung für die AfD

Der Politologe Björn Egner über die OB-Wahl und den Verzicht der CDU auf einen eigenen Kandidaten: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/ob-wahl-politologe-egner-analysiert-den-verzicht-der-cdu-auf-einen-eigenen-kandidaten–nutzen-fuer-afd_17406989.htm

Ich habe lange überlegt, ob ich da auch meinen Senf dazugeben soll oder nicht. Eigentlich halte ich das für verfrüht, weil noch völlig unklar ist, ob Parteien bzw. Wählergruppen wie FDP, AfD, Uwiga, Uffbasse und die Piraten einen Kandidaten aufstellen und wenn ja, wen. Aber nehmen wir mal an, sie tun es.
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Dippel, Shelley und Burg Frankenstein auf Englisch

Ich habe festgestellt, dass mein Englisch ein wenig eingerostet ist, lesen und verstehen geht nach wie vor ohne Probleme, aber um selbst längere Texte zu schreiben, bin ich doch etwas aus der Übung. Ich habe deshalb etwas gemacht, was ich schon länger machen wollte, aber nie Lust dazu hatten, nämlich einige grundsätzliche Dinge über die angeblichen Zusammenhänge zwischen der Burg Frankenstein, dem dort geborenen Johann Konrad Dippel und Mary Shelleys berühmten Roman „Frankenstein oder der moderne Prometheus“, die ich bei meinen Recherchen vor einiger Zeit herausgefunden habe, ins Englische zu übertragen. Das sehe ich als notwendig an, weil während im deutschsprachigen Raum die letzten Jahre durchaus eine Relativierung der Thesen zu beobachten ist, ist es im englischsprachigen Raum eher noch schlimmer geworden. Dazu muss man nur mal schauen, welche Entwicklung die jeweiligen Artikel in der deutsch- und in der englischsprachigen Wikipedia genommen haben.

Hier einen einzelnen englischsprachigen Artikel reinzuknallen, kam mir aber irgendwie komisch vor, deshalb habe ich eine eigene Unterseite dazu erstellt: https://darmundestat.wordpress.com/sonstiges/mary-shelleys-frankenstein-castle-frankenstein-and-the-alchemist-johann-conrad-dippel/

Insel der glückselig Besorgten

Bei einer Infoveranstaltung zu der neuen Flüchtlingsunterkunft zwischen Sensfelderweg und Otto-Röhm-Straße sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch, dass man Probleme nicht großreden solle: Link. Ein unspektakulärer Satz, der die Sache aber erstaunlich gut trifft, weil er die Mär der „besorgten Bürger“, man würde Probleme, die durch die Unterbringung von Flüchtlingen entstehen, ignorieren, dezent kritisiert. Nie hat jemand behauptet, dass es keine Probleme gibt. Wie könnte man auch? Aber die Probleme werden von den „besorgten Bürgern“ in einem Maße aufgebauscht, dass man sie schon als Projektionen sehen muss und nicht als tatsächliche Probleme.
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Mut zur Wahrheit

Zurzeit zu lesen auf der Homepage der AFD Darmstadt (Screenshot am Ende dieses Beitrags):

Die AfD hat in der Zwischenzeit 51 Prozent der Mitglieder aus den etablierten Parteien abgezogen, die dort keine politische Heimat mehr fanden.

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Überlegungen zur Wildhube

Das Dreieicher Weistum von 1338 erwähnt die im Wildbann Dreieich befindlichen Wildhuben. Von vielen dieser Wildhuben wird angenommen, dass sie die Keimzellen der Orte gewesen sind, die ihren Namen tragen, darunter auch Darmstadt, das nach einem Darmund benannt sein soll, der der erste Wildhübner des Ortes gewesen wäre. Die Wildhube soll am Standort des Schlosses gestanden haben. Damit wäre Darmstadt zur Versorgung der Wildhube entstanden. Gelegentlich ist auch zu lesen, dass die frühen Einwohner der südhessischen Orte Bedienstete der jeweiligen Wildhübner gewesen wären.

Ich halte diese Idee für nicht sehr überzeugend. Zu viele Dinge passen da nicht zusammen. Schon die uneinheitliche Benennung der Huben spricht eher dafür, dass diese Ortsnamen vor der Einrichtung der Huben existierten und die Huben nach den Orten benannt wurden, nicht umgekehrt. In Darmstadt wird die Wildhube als noch existierend erwähnt in einer Zeit, als am Standort des Schlosses bereits eine Wasserburg stand, also keine Wildhube.

Ich vermute den Standort der Wildhube eher in Kranichstein. 1399 wird dort das Einsiedel-Rod erwähnt, aus dem sich danach in knapp 200 Jahren das heutige Jagdschloss Kranichstein entwickelte. Im Gegensatz zum Darmstädter Schloss ist dadurch eine konstante Nutzung für den Jagdbetrieb, also der Hauptaufgabe der Wildhuben, zumindest bis ins 14. Jahrhundert zurück nachweisbar.

Zwei Dinge, die diese Auffassung stützen könnten, sind mir nun aufgefallen.

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„Neustrukturierung“ der Villa

Das Jugendzentrum Oettinger Villa soll geschlossen werden: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/jugendtreffpunkt-oetinger-villa-in-darmstadt-soll-geschlossen-werden_17201115.htm

Nicht zum ersten Mal. „Villa Bleibt“, ein Slogan aus der Zeit des letzten Versuchs der Stadt, die Villa dicht zu machen, war noch bis vor kurzem im Umfeld der TU mehrfach zu lesen, vielleicht gibt’s immer noch Überreste davon, weiß ich jetzt nicht genau.

Doch die Strategie der Stadt ist diesmal durchdachter: indem man den Verein Vielbunt unterbringen will, hat man – anders als seinerzeit beim Poleninstitut – eine Nachfolgenutzung durch einen Verein, der dem politischen Klientel der Befürworter der Villa eher nahesteht. Deshalb ist auch von „Neustrukturierung“ statt „Schließung“ die Rede.

Doch da muss man aufmerksam sein: Vielbunt hat keinerlei traditionelle Verbindung zur Villa, wenn man denen in ein paar Jahren andere Räumlichkeiten anbietet, die etwa gleichwertig oder sogar etwas besser sind, dürfte es kaum Widerstand geben. Und dann könnte die Stadt die Villa endlich so nutzen, wie sie will. Ein Schelm, wer …