Mysterien im Schloss

Eben auf „Kabel 1 Doku“ in der Sendung „Mysterien im Schloss“: endlich mal wieder eine Runde „Johann Conrad Dippel ist Frankenstein“ mit dramatischen Aufnahmen von unserer Burg Frankenstein. Wer es sehen will, wird in der Mediathek von K1 Doku fündig: http://www.kabeleinsdoku.de/tv/mysterien-im-schloss/video/11-der-gefangene-mit-der-eisernen-maske-ganze-folge

Keine Ahnung, wie lange K1 Doku ganze Folgen in ihrer Mediathek lassen, also im Zweifelsfall beeilen, bevor es gelöscht wird. Der Teil mit Dippel beginnt bei ca. 7:30 Minuten und endet bei ca. 13:25. In der Sendung kommt als Expertin Miranda Seymour zu Wort. Über deren Seriosität hatte ich mich bereits hier mal ausgelassen: https://darmundestat.wordpress.com/?s=bl%C3%B6de+details

Ich wollte ursprünglich die Fehler der Sendung auseinander nehmen, aber das ist eigentlich zu mühselig, weil es einfach nur 6 Minuten lang haarsträubender Quatsch ist. Aber falls es mal jemand googlet, jetzt oder wenn die Sendung wiederholt wird: praktisch keine der Aussagen in der Sendung entspricht den Tatsachen. Abgesehen von ein paar kleinen unbedeutenden Details, wie dass die Burg im 13. Jahrhundert gebaut wurde, stimmt nichts von dem, was gesagt wurde. Der überwiegende Teil ist frei erfunden, der Rest grob aus dem Zusammenhang gerissen.

Nur kurz zum Ergebnis der Wahl

Ich werde nicht großartig was analysieren, dazu ist das Ergebnis viel zu langweilig ;-).

Selbst der politische Gegner wird neidlos zugeben müssen, dass Partsch überwältigend deutlich als Oberbürgermeister bestätigt wurde. Jede andere Behauptung wäre lächerlich. Sein Ergebnis liegt mehr als 20% über dem Ergebnis der Grünen bei der Kommunalwahl vor einem Jahr.

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Zur OB-Wahl (Teil 2): historische Entwicklung des Bürgermeisteramts in Darmstadt

Wenn man die Entwicklung des Bürgermeisteramts in Darmstadt seit dem Mittelalter aufzeigen will, muss man sich zuerst fragen, ob es dabei um den Bürgermeister als Stadtoberhaupt geht oder um das Amt mit der Bezeichnung Bürgermeister an sich. Im Mittelalter gab es da nämlich einen Unterschied. Stadtoberhaupt war zunächst nicht der Bürgermeister, sondern der Schultheiß. Und der war kein Gemeindevertreter, sondern ein Beamter des Grafen bzw. Landgrafen. Ihm unterstand das Schöffengericht, das die eigentliche Stadtverwaltung übernahm.
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Zur OB-Wahl (Teil 1): ein seltsames Konstrukt

Die anstehende OB-Wahl ist dieses Mal an mir bisher größtenteils vorbeigegangen. Ich habe die Berichterstattung im Echo und im Tagblatt verfolgt und natürlich sind mir die Plakate nicht entgangen, ansonsten aber war ich diesmal wohl etwas demokratiefaul.

Da ich aber die politischen Positionen der meisten Kandidaten kenne, weil sie schon lange in der Darmstädter Kommunalpolitik herumwerkeln, ist meine Meinungsfindung trotzdem nicht allzu kompliziert, so dass ich auch so nur noch zwischen zwei Kandidaten/innen schwanke.

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Was alt ist, ist Definitionssache

Nein, der Beitrag hat nichts damit zu tun, dass ich kürzlich 40 geworden bin ;-).

Vielmehr gab es neulich beim Pub Quiz die Frage nach dem ältesten Gebäude Darmstadts. Gemeint war die Goldene Krone. Weil aber eine der Grundregeln des Pub Quiz ist „Zu viel Detailwissen ist schlecht“, hatte ich dann doch eine kurze Diskussion mit dem Quizmaster, was er denn genau mit „ältestes Gebäude“ gemeint hat.
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Nachtrag zum Brandnachtmuseum/Saladin-Eck

Bei den Nutzer-Kommentaren beim Echo ist das zu lesen:

Man sollte daher beim Saladin den dort bestandenen, hohen Wehrturm der Stadtbefestigung wieder aufbauen, den Landgraf Philipp II. damals zur Verstärkung der Stadtmauer errichten ließ. Leider bestand er nicht sehr lange, deswegen ist er schlecht dokumentiert. Das ca. 25 m hohe, mit Arkaden und Wehrgang versehene Bauwerk wäre dort vis-à-vis des Schlosses sehr attraktiv und vielfältig nutzbar.

Irgendwer ne Ahnung, was damit gemeint sein soll? Ich wollte nachfragen, aber – sofern ich nicht zu doof dazu war – lässt das Echo keine direkten Antworten auf Nutzer-Kommentare zu und wenn ich es einfach so schreibe, steht es irgendwo völlig ohne Zusammenhang.

Mit diesen Angaben am Ende klingt das sehr konkret, nur ist der Rest halt völliger Unsinn. Beim Saladin-Eck lief die Stadtmauer überhaupt nicht vorbei und einen Landgraf Philipp II. gab es nicht. Zumindest nicht in Darmstadt, kann es gar nicht gegeben haben, denn die hessischen Landgrafschaften führten die gesamthessische Zählung weiter (deswegen ist ja auch der zweite Darmstädter Landgraf Ludwig V.) und die Ordnungszahl „II“ ist durch Philipp von Hessen-Rheinfels, dem einzigen Vertreter dieser Nebenlinie, vergeben.

 

Brandnachtmuseum

Wolfgang Faust schlägt für das Saladin-Eck ein Museum zur Erinnerung an die Brandnacht vor: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/vorstoss-fuer-brandnacht-museum_17730524.htm. Außerdem möchte er, dass dazu eine Stiftung gegründet wird, für die er selbst bereit wäre, eine Summe im hohen fünfstelligen Bereich zu spenden.

Nun tu ich mir allgemein etwas schwer damit, gegen die Pflege einer Erinnerungskultur zur Stadtgeschichte zu argumentieren, dennoch halte ich den Vorschlag für verfehlt. Dafür gibt es mehrere Gründe:
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