Offtopic

Ein Gespräch vor 2 Jahren:

„Du, des mit dem Obama läuft net so rund, ich würde mich nicht wundern, wenn 2016 Donald Trump zum US-Präsident gewählt werden würde.“

Erwiderung: „Ach Quatsch, eher wird Bob Dylan Literaturnobelpreisträger.“

🙂

Die AfD Darmstadt und Ungarn

Nur der Chronistenpflicht halber habe ich mal einen Screenshot von einem Beitrag der AfD Darmstadt auf deren Facebook-Seite gemacht. Ich werde das nicht sonderlich kommentieren, ich habe keine Lust (und keine Zeit) auf Streit mit denen und außerdem Besseres zu tun. Trotzdem sah ich mich irgendwie verpflichtet, das zu dokumentieren, für den Fall, dass es die AfD wieder löscht oder es in dem Wust an Posts untergeht. Nicht, dass irgendwer in naher Zukunft auf die Idee kommt, man könnte ja mit der AfD Darmstadt zusammenarbeiten, weil das doch nur besorgte Bürger sind.

afd2-ungarn
(https://www.facebook.com/AfD.Darmstadt/posts/1712956262359785)

Erklären muss ich es hoffentlich nicht, nur für den Fall, dass es unklar ist, was ich genau meine: da wird eine Linie gezogen zwischen dem ungarischen Volksaufstand 1956, der Grenzöffnung 1989 und der aktuellen Flüchtlingspolitik von Ungarn.

Ich kann mir daher jetzt gut vorstellen, wie unser Staat aussehen würde, wenn auch konkret die AfD Darmstadt was zu sagen hätte.

Der Verzicht der CDU auf einen eigenen Kandidaten und die Bedeutung für die AfD

Der Politologe Björn Egner über die OB-Wahl und den Verzicht der CDU auf einen eigenen Kandidaten: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/ob-wahl-politologe-egner-analysiert-den-verzicht-der-cdu-auf-einen-eigenen-kandidaten–nutzen-fuer-afd_17406989.htm

Ich habe lange überlegt, ob ich da auch meinen Senf dazugeben soll oder nicht. Eigentlich halte ich das für verfrüht, weil noch völlig unklar ist, ob Parteien bzw. Wählergruppen wie FDP, AfD, Uwiga, Uffbasse und die Piraten einen Kandidaten aufstellen und wenn ja, wen. Aber nehmen wir mal an, sie tun es.
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Dippel, Shelley und Burg Frankenstein auf Englisch

Ich habe festgestellt, dass mein Englisch ein wenig eingerostet ist, lesen und verstehen geht nach wie vor ohne Probleme, aber um selbst längere Texte zu schreiben, bin ich doch etwas aus der Übung. Ich habe deshalb etwas gemacht, was ich schon länger machen wollte, aber nie Lust dazu hatten, nämlich einige grundsätzliche Dinge über die angeblichen Zusammenhänge zwischen der Burg Frankenstein, dem dort geborenen Johann Konrad Dippel und Mary Shelleys berühmten Roman „Frankenstein oder der moderne Prometheus“, die ich bei meinen Recherchen vor einiger Zeit herausgefunden habe, ins Englische zu übertragen. Das sehe ich als notwendig an, weil während im deutschsprachigen Raum die letzten Jahre durchaus eine Relativierung der Thesen zu beobachten ist, ist es im englischsprachigen Raum eher noch schlimmer geworden. Dazu muss man nur mal schauen, welche Entwicklung die jeweiligen Artikel in der deutsch- und in der englischsprachigen Wikipedia genommen haben.

Hier einen einzelnen englischsprachigen Artikel reinzuknallen, kam mir aber irgendwie komisch vor, deshalb habe ich eine eigene Unterseite dazu erstellt: https://darmundestat.wordpress.com/sonstiges/mary-shelleys-frankenstein-castle-frankenstein-and-the-alchemist-johann-conrad-dippel/

Insel der glückselig Besorgten

Bei einer Infoveranstaltung zu der neuen Flüchtlingsunterkunft zwischen Sensfelderweg und Otto-Röhm-Straße sagte Oberbürgermeister Jochen Partsch, dass man Probleme nicht großreden solle: Link. Ein unspektakulärer Satz, der die Sache aber erstaunlich gut trifft, weil er die Mär der „besorgten Bürger“, man würde Probleme, die durch die Unterbringung von Flüchtlingen entstehen, ignorieren, dezent kritisiert. Nie hat jemand behauptet, dass es keine Probleme gibt. Wie könnte man auch? Aber die Probleme werden von den „besorgten Bürgern“ in einem Maße aufgebauscht, dass man sie schon als Projektionen sehen muss und nicht als tatsächliche Probleme.
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Mut zur Wahrheit

Zurzeit zu lesen auf der Homepage der AFD Darmstadt (Screenshot am Ende dieses Beitrags):

Die AfD hat in der Zwischenzeit 51 Prozent der Mitglieder aus den etablierten Parteien abgezogen, die dort keine politische Heimat mehr fanden.

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Überlegungen zur Wildhube

Das Dreieicher Weistum von 1338 erwähnt die im Wildbann Dreieich befindlichen Wildhuben. Von vielen dieser Wildhuben wird angenommen, dass sie die Keimzellen der Orte gewesen sind, die ihren Namen tragen, darunter auch Darmstadt, das nach einem Darmund benannt sein soll, der der erste Wildhübner des Ortes gewesen wäre. Die Wildhube soll am Standort des Schlosses gestanden haben. Damit wäre Darmstadt zur Versorgung der Wildhube entstanden. Gelegentlich ist auch zu lesen, dass die frühen Einwohner der südhessischen Orte Bedienstete der jeweiligen Wildhübner gewesen wären.

Ich halte diese Idee für nicht sehr überzeugend. Zu viele Dinge passen da nicht zusammen. Schon die uneinheitliche Benennung der Huben spricht eher dafür, dass diese Ortsnamen vor der Einrichtung der Huben existierten und die Huben nach den Orten benannt wurden, nicht umgekehrt. In Darmstadt wird die Wildhube als noch existierend erwähnt in einer Zeit, als am Standort des Schlosses bereits eine Wasserburg stand, also keine Wildhube.

Ich vermute den Standort der Wildhube eher in Kranichstein. 1399 wird dort das Einsiedel-Rod erwähnt, aus dem sich danach in knapp 200 Jahren das heutige Jagdschloss Kranichstein entwickelte. Im Gegensatz zum Darmstädter Schloss ist dadurch eine konstante Nutzung für den Jagdbetrieb, also der Hauptaufgabe der Wildhuben, zumindest bis ins 14. Jahrhundert zurück nachweisbar.

Zwei Dinge, die diese Auffassung stützen könnten, sind mir nun aufgefallen.

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