Die Teufelsklaue auf dem Herrgottsberg

Die Teufelsklaue
(Foto von Joachim S. Müller)

Eine der bekanntesten Sagen Darmstadts ist die vom Teufel auf dem Herrgottsberg im Bessunger Wald. Im Grunde genommen ist sie schnell erzählt: auf dem Herrgottsberg befindet sich ein auffälliger Felsen, der mit etwas Fantasie Ähnlichkeiten mit einem Pferdehuf hat. Dem Teufel sagte der Volksmund gerne einmal nach, er hätte statt Füße Hufe und so wird der Felsen Teufelsklaue genannt. Der Sage nach soll beim Bau der Martinskapelle, die einmal auf dem Herrgottsberg gestanden hat, der Teufel gekommen sein und gefragt haben, was denn dort gebaut würde. Um ihn zu täuschen sagt der Baumeister, es würde ein Wirtshaus werden, mit dem man den Pfarrer ärgern wolle.

Der Teufel ist entzückt und bietet sofort seine Hilfe an, wodurch der Bau in Rekordzeit von nur drei Tagen fertiggestellt wird. Dann geht er nach Bessungen einen trinken (klar, was ein übernatürliches Wesen eben so an allzu menschlichen Bedürfnissen hat), doch während seiner Abwesenheit bringt der Baumeister ein Kreuz an dem Neubau an. Als der Teufel das entdeckt, wird er sehr wütend und schleudert einen großen Felsbrocken in Richtung der Kapelle. Trifft aber nicht und macht sich wieder von dannen. Der Stein, den er geworfen hat, bleibt neben der Kapelle stehen und ist heute als Teufelsklaue bekannt.

So ähnlich zumindest erzählte es August Nodnagel 1836 mit der Behauptung, dass diese Sage in Darmstadt sehr bekannt wäre. Aber stimmt das überhaupt?

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