Der Brief Simon Leisrings an Landgraf Georg II.

Einer der wenigen ungeschönten Augenzeugenberichte aus dem Darmstadt des 17. Jahrhunderts ist der verzweifelte Hilferuf des damaligen Superintendenten Simon Leisring, den dieser am 19. Februar 1635 an den damals regierenden Landgrafen Georg II. schickte, der sich aufgrund des 30-jährigen Krieges mit seinem Hof und seinem Verwaltungsapparat im deutlich besser geschützten Gießen verschanzt hatte.

Es ist ein bestürzend eindringliches Dokument, macht es doch die Schrecken des 30-jährigen Krieges deutlich, fernab der überhöhten Darstellungen von zentralen Figuren wie Wallenstein, wie sie immer wieder betrieben werden und dabei an der Wirklichkeit des Krieges weit vorbeigehen, da sie sich letztendlich nur mit den politischen Folgen beschäftigen.

Mehr von diesem Beitrag lesen

Werbeanzeigen