Literatur über Darmstadt

Diese kleine Übersicht einiger Literatur, die über Darmstadt erschienen ist, ist von mir vollkommen willkürlich ausgewählt worden. Man könnte es als eine Art Stichprobe bezeichnen.

Es ist dabei zu betonen, dass dies mein persönlicher Eindruck von diesen Büchern ist, weshalb das Ganze keinen durchgängigen Rezensionstonfall hat. Es sind auch keine Interpretationen, die dazu notwendigen Details hätten den Rahmen völlig gesprengt.

Um dennoch den geneigten Leser nicht völlig hilflos mit der Frage: Soll ich dat nun lesen oder net? zurückzulassen, habe ich unter den Schlagwörtern „Pro“ und „Contra“ bei jedem Buch versucht darzulegen, was an dem Buch lesenswert ist und was nicht. Erst hinterher fiel mir auf, dass die „Contra“-Abschnitte meistens länger sind. Dies ist nicht als wertend zu interpretieren, sondern hängt damit zusammen, dass wenn z.B. historisch etwas nicht stimmt, man auch erklären muss, wie’s richtig ist. Dabei entsteht zwangsläufig mehr Text, als wenn ich nur schreibe: das stimmt.

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Meine Meinung zu „Roman von einem Feld“

So, ich hatte ja angekündigt, mich nochmal zu „Roman von einem Feld“ von Katja Behrens zu äußern. Anlass hierfür war die Ernennung Behrens zur „Darmstädter Turmschreiberin“ und der Erwähnung im Echo, dass „Roman von einem Feld“ demnächst neu aufgelegt werden soll, wobei diese Erwähnung ja vor allem deshalb stattfand, weil es Behrens literarischen Versuch, sich mit der Darmstädter Stadtgeschichte zu beschäftigen, darstellt.

Nachdem ich meine Kritik dazu geschrieben und nochmal durchgelesen habe, fühle ich mich zu einigen Vorbemerkungen verpflichtet, weil es sich teilweise wie ein Verriss liest. Auch wenn ich es liebe, Fehler in der Darstellung historischer Ereignisse aufzuzeigen, habe ich das hier eigentlich nicht sehr gerne gemacht. Der Grund dafür ist, dass „Roman von einem Feld“ einer der ganz wenigen Versuche ist, über Darmstadt in einer Erzählung mit einem Anspruch zu schreiben, der über die mittlerweile sehr inflationär veröffentlichten Regionalkrimis hinausgeht. Der Roman wurde bislang kaum beachtet, wenn jetzt eine der wenigen ausführlichen Beschäftigungen ein Verriss ist, dürfte das nur wenig motivierend für irgendwen sein, mehr Bücher mit literarischem Anspruch über Darmstadt zu schreiben. Bestenfalls provoziert man kindische Reaktionen nach dem Schema: „Mach’s erst mal besser!“

Andererseits dürfte es aber auch kaum meine Aufgabe sein, durch eine unehrliche Rezension Verkaufszahlen zu generieren. Und jeder Mensch ist anders, das heißt nicht nur, dass kein Mensch gezwungen ist, sich meiner Meinung anzuschließen (jeder kann das Buch kaufen oder leihen und sich selbst ein Bild machen), sondern auch, dass es vielleicht Menschen gibt, die von Kritik nicht demoralisiert, sondern eher angespornt werden. Letztendlich kann es ja auch hilfreich sein zu wissen, wo man genauer recherchieren muss, weil zumindest ein Teil der Zielgruppe wirklich auf so etwas achtet.

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Türme schreiben…

Wie ich dem Echo heute entnehme, ist Katja Behrens die neue „Darmstädter Turmschreiberin“. Wer sich jetzt fragt, warum man Türme schreiben sollte: das Ganze ist ein vom Förderkreis Hochzeitsturm gestiftetes Literaturstipendium über immerhin 5.000,- Euro. Warum eine gestandene Schriftstellerin im Rentenalter ein Stipendium braucht, erschließt sich mir zwar spontan nicht, aber wurscht, mir erschließt sich so einiges nicht, was rund um die Mathildenhöhe so geschieht…

Anyway, der Grund für diesen Eintrag ist der Hinweis, den das Echo in diesem Zusammenhang macht, dass nämlich Behrens 2008 erschienener „Roman von einem Feld“ über das Darmstädter Oberfeld und dessen Verknüpfungen mit der Darmstädter Stadtgeschichte neu aufgelegt werden soll. Der viel gelobte Roman, der sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel hat (obwohl das, wenn man sich den in der Versionsgeschichte archivierten Ursprungseintrag mal ansieht, wohl ein Werbeeintrag des Verlags war), hatte ich vor einigen Jahren gelesen und war ehrlich gesagt wenig begeistert, sowohl was die literarischen, vor allem aber die historischen Aspekte des Romans betrifft. Ich nehme das jetzt zum Anlass (und weil ich bald ein paar Tage frei habe), mir das Ding noch mal anzuschauen und werde dann demnächst mal einen längeren Artikel dazu verfassen.

Lustig, jetzt blogge ich so selten, dass ich schon einen Beitrag darüber blogge, dass ich demnächst mal wieder einen Beitrag blogge ;-).