Der Eselsritt des bösen Hunderts

Im September 1536 verlangten Bürgermeister und Rat der Stadt Darmstadt von den Herren von Frankenstein die Bereitstellung eines Esels, um „etliche Bürger […], die sich ungebührlich und übel gehalten haben“, am nächsten Aschermittwoch „nach unserm alten Herkommens und Gebrauch zu strafen“.

Dieses alte Herkommen ist als Frankensteiner Eselslehen (manchmal auch Bessunger Eselslehen) in die Geschichte eingegangen und wurde von solch prominenten Persönlichkeiten wie Georg Christoph Lichtenberg und Jacob Grimm bekannt gemacht. Bürger, die sich ungebührlich verhalten hatten, wurden demnach auf einen Esel gesetzt und unter dem Gespött der Menge durch die Stadt geführt.

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