Der Hainumstreit und die Entstehung der Fasanerie

Irgendwann zum Jahreswechsel 1648/49 ließ die Landgräfin Sophie Eleonore im Stadtwald 15 Bäume fällen und Teile des Waldes mit dem fürstlichen Waldzeichen markieren. Sie wollte dort einen Tiergarten einrichten. Das Ganze kam einer Enteignung gleich, denn der Stadtwald gehörte (wie der Name schon sagt) der Stadt. Der Stadtrat war entsprechend empört und die Bürgerschaft regelrecht entsetzt. Man muss bedenken: der 30-jährige Krieg, der die Landgrafschaft wie kein Ereignis zuvor oder danach an den Rand des Ruins und der totalen Auslöschung gebracht hatte, war erst seit wenigen Monaten beendet und die Ressourcen, die der Wald hergab, wurden dringend benötigt. Auch das Vieh weidete in den Lichtungen. Darauf zu verzichten, nur weil die Landgräfin sich einen Tiergarten für ihre Mußestunden leisten wollte, kam für die Stadt nicht in Frage.

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Der Darmstädter Heiner

Dass die Darmstädter Heiner genannt werden, ist den meisten bekannt. Wie es zu dem Namen gekommen ist, ist jedoch ein großes Rätsel. Man sollte meinen, wenn die Bürger einer Stadt einen solchen Namen mit Stolz tragen, dass sich irgendwer auch gemerkt hat, woher er eigentlich kommt. Doch niemand weiß es, nur wilde Spekulationen dazu existieren.

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