Was alt ist, ist Definitionssache

Nein, der Beitrag hat nichts damit zu tun, dass ich kürzlich 40 geworden bin ;-).

Vielmehr gab es neulich beim Pub Quiz die Frage nach dem ältesten Gebäude Darmstadts. Gemeint war die Goldene Krone. Weil aber eine der Grundregeln des Pub Quiz ist „Zu viel Detailwissen ist schlecht“, hatte ich dann doch eine kurze Diskussion mit dem Quizmaster, was er denn genau mit „ältestes Gebäude“ gemeint hat.
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Das Nachbarhaus der Krone

Es gibt ja die Ansicht, dass Archäologie die gezielte Zerstörung eines Fundes ist. Das hat dazu geführt, dass immer seltener Funde überhaupt wirklich untersucht werden, weil man nichts zerstören will. So geht’s zum Beispiel der Menhiranlage bei Roßdorf, bei der eine konsequente, gezielte archäologische Grabung sensationelle Erkenntnisse hervorbringen könnte. Da man aber einen (an sich ja schon größtenteils zerstörten) Fund nicht zerstören will, bleiben wir eben dumm.

Wenn es nicht um wirklich große Fundstätten geht, muss die Zerstörung eben aus ökonomischen Gründen angezeigt sein, damit man Entdeckungen macht, so wie jetzt beim Abriss des Saladin-Gebäudes. Da ist urplötzlich ein vergessenes Fenster aufgetaucht. Viel interessanter als das Fenster finde ich aber den sich deutlich abzeichnenden „Abdruck“ eines ehemaligen Nachbargebäudes (Bild 6 in der Echo-Galerie).
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