Kommunalwahl Tipp

Von Haus aus bin ich ja eigentlich Politikwissenschaftler, auch wenn das mittlerweile doch schon ziemlich lange her ist. Deshalb stehe ich mit Wahlumfragen im Speziellen und Meinungsumfragen im Allgemeinen auf Kriegsfuß, weil ich weiß, wie die zustande kommen. Für die Kommunalwahl in Darmstadt ist es zudem diesmal besonders schwer irgendwas zu prognostizieren, weil es – wie ich neulich schon mal geschrieben habe – ungewöhnlich viele Unsicherheitsfaktoren gibt. Vor allem, wie viele Nichtwähler die AfD aktiviert, ist nicht vorhersagbar, aber enorm wichtig, weil – anders als bei den Wählern, die sie der CDU abnehmen – dieses dann zu Lasten aller anderen Listen geht. In dem einen Fall würde die CDU nur leicht verlieren, im anderen Fall total abstürzen. Umgekehrt könnte man natürlich damit auch völlig daneben liegen und die Vernünftigen unter den CDU-Wählern werden gerade jetzt mobilisiert, damit die AfD eben nicht so stark wird. Die AfD macht also eigentlich jede halbwegs zuverlässige Vorhersage völlig kaputt.
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Darmund & seine Freunde – Tiere, Sachen und Personen – Überlegungen zu Ortsnamen in Hessen

…ich hab mal versucht, ein paar Überlegungen zusammenzufassen. Ist mir allerdings nur bedingt gelungen, es holpert an einigen Stellen noch ziemlich. So ganz bekomme ich meine Gedanken noch nicht zu einer schlüssigen Argumentation zusammen. Es ist also eher das Zwischenergebnis des Findungsprozesses einer Argumentation, der sicher noch einige Jahre andauern wird… 

Nachdem ich nach langem Suchen endlich einen Beleg dafür gefunden habe, dass es den Namen Darmund, der angebliche Name des Ortsgründers von Darmstadt, bei den Franken bereits im Frühmittelalter gegeben hat, stellt sich nun natürlich die Frage, ob diese Hypothese doch richtig ist, Darmstadt also von einem Franken namens Darmund gegründet wurde.

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Und die Reaktion des Burgschreibers… ;-)

Das Echo geht heute auf die erwähnte Broschüre ein: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt-dieburg/muehltal/eine-burg-zwei-ansichten_16582167.htm

Und hat natürlich mal bei Walter Scheele angefragt, was er davon hält:

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Besonders lesenswerte Artikel

Ich habe oben in der Übersichtsleiste eine neue Seite eingefügt: Besonders lesenswerte Artikel. Eigentlich wollte ich es nur lesenswerte Artikel nennen, klang für mich dann aber so, als sollte man den Rest besser nicht lesen.

Sinn der Sache ist, eine schnelle Übersicht zu haben über die Artikel, die mehr als nur kleine Beiträge oder Kommentare sind, sondern ein gewisses Maß an Recherche benötigt haben und auch einen bleibenden Wert. Dies auch vor dem Hintergrund, dass ich – zumindest momentan – nicht vorhabe, mich weiter so intensiv mit Darmstadt auseinanderzusetzen, wie ich es für all diese Artikel getan habe.

Ich bin so arrogant zu behaupten, dass diese Artikel, würde man sie noch mal ordentlich lektorieren, kleinere Fehler im Detail korrigieren und dann in ein Buch drucken, ein besseres Buch ergeben würden als 90% der „Geschichtsbücher“, die über Darmstadt erschienen sind.

Menhir oder Grenzstein?

Das Echo schreibt heute über den Hinkelstein in Alsbach: hier.

Da hätte ich ein paar Anmerkungen dazu. Es heißt in dem Artikel, dass der Stein dazu diente, die Wintersonnenwende zu bestimmen. Über den Hinkelstein gepeilt würde an der Wintersonnenwende die Sonne über dem Melibokus aufgehen, bei der Tag- und Nachtgleiche über dem Darsberg und bei der Sommersonnenwende über der Alexanderhöhe.

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Türme schreiben…

Wie ich dem Echo heute entnehme, ist Katja Behrens die neue „Darmstädter Turmschreiberin“. Wer sich jetzt fragt, warum man Türme schreiben sollte: das Ganze ist ein vom Förderkreis Hochzeitsturm gestiftetes Literaturstipendium über immerhin 5.000,- Euro. Warum eine gestandene Schriftstellerin im Rentenalter ein Stipendium braucht, erschließt sich mir zwar spontan nicht, aber wurscht, mir erschließt sich so einiges nicht, was rund um die Mathildenhöhe so geschieht…

Anyway, der Grund für diesen Eintrag ist der Hinweis, den das Echo in diesem Zusammenhang macht, dass nämlich Behrens 2008 erschienener „Roman von einem Feld“ über das Darmstädter Oberfeld und dessen Verknüpfungen mit der Darmstädter Stadtgeschichte neu aufgelegt werden soll. Der viel gelobte Roman, der sogar einen eigenen Wikipedia-Artikel hat (obwohl das, wenn man sich den in der Versionsgeschichte archivierten Ursprungseintrag mal ansieht, wohl ein Werbeeintrag des Verlags war), hatte ich vor einigen Jahren gelesen und war ehrlich gesagt wenig begeistert, sowohl was die literarischen, vor allem aber die historischen Aspekte des Romans betrifft. Ich nehme das jetzt zum Anlass (und weil ich bald ein paar Tage frei habe), mir das Ding noch mal anzuschauen und werde dann demnächst mal einen längeren Artikel dazu verfassen.

Lustig, jetzt blogge ich so selten, dass ich schon einen Beitrag darüber blogge, dass ich demnächst mal wieder einen Beitrag blogge ;-).

Stand der Dinge

Es wird sicher schon jeder gemerkt haben, aber viel los ist hier in letzter Zeit nicht mehr. Ich hatte in den letzten Wochen/Monaten mehrere Versuche gestartet mich zu motivieren, bspw. hatte ich einen Beitrag über die Baugeschichte des Schlosses begonnen, dann aber nach etwa der Hälfte die Lust dran verloren. Zwei/drei andere Versuche verliefen ähnlich, so dass ich mir eingestehen muss, dass ich allgemein ein wenig die Lust an der Stadtgeschichte verloren habe.

Gelegentliche Kommentare zur Kommunalpolitik sind nach dem „Relaunch“ meines Blogs angesichts der Vorgeschichte mit Heinertown auch eher selten geworden und waren eigentlich auch nie der eigentliche Kern des Blogs. Ich war und bin nur der Meinung, dass man einen politischen Standpunkt haben und den auch gelegentlich zum Ausdruck bringen sollte, und in einem Blog über die Darmstädter Stadtgeschichte bietet sich das auch geradezu an, denn der offizielle Spagat der Stadtoberen zwischen den Ehrungen des großherzoglichen Schmarrns und den Ehrungen Georg Büchners ist eigentlich ziemlich bizarr – oder drücken wir es netter aus: willkürlich und dadurch irgendwie inhaltslose Worthülsen.

Ich habe aber keinerlei Interesse an einen kommunalpolitischen Blog. Nach der Aktion von Heinertown damals hab ich bei einigen Leuten zwischen den Zeilen durchaus deutlich lesen können, dass eigentlich von mir erwartet wurde, dass ich mich dagegen zur Wehr setze und nicht klein beigebe, wie ich es dann getan habe. Genau da lag aber eines der Probleme, nachdem mich mehrere Parteien bzw. Wählergruppen und sowohl die Online- als auch die Printredaktion des Echos deswegen kontaktiert hatten, wurde mir klar, dass ich im Begriff war, ein kommunalpolitisches Thema zu werden, und zwar nicht wegen irgendwas inhaltlichem, sondern als Person. Mit dem Gedanken konnte ich mich nun überhaupt nicht anfreunden, am Ende vielleicht sogar von Fremden auf der Straße erkannt zu werden. Außerdem hatte ich nicht das Gefühl, dass es bei einer juristischen Auseinandersetzung wirklich um Meinungsfreiheit ginge, sondern das Ganze einfach nur eine Provinzposse werden würde. Daran wollte ich nicht teilhaben. Also hab ich die Reißleine gezogen, um mich ganz für mich alleine und wieder rein privat mit der Stadtgeschichte beschäftigen zu können. Dass mir das einige als falsch oder gar feige ausgelegt haben dürften, hab ich dabei mit einkalkuliert und kann auch damit leben.

Dass ich dann, nachdem sich die Wogen geglättet hatten, wieder einen Blog eröffnete, war irgendwo folgerichtig, zumal ich die Beschäftigung mit diesem Thema im Netz vermisste. Jetzt aber fühle ich mich irgendwie leer was das Thema Darmstadt betrifft. Wenn ich mich überhaupt damit beschäftige, dann kreisen meine Gedanken nur um Themen, über die ich hier schon ausführlich geschrieben habe, und noch mal darüber schreiben mir wie eine ständige Selbstwiederholung vorkäme.

Kurzum: als regelmäßiges Projekt werde ich den Blog beenden. Solange WordPress nicht aus irgendeinem Grund den kostenfreien Betrieb kappt, werde ich aber natürlich alle Beiträge stehen lassen. Wäre ja schade darum. Hin und wieder werde ich sicher auch mal einen Beitrag schreiben, z.B. wenn das Echo mal wieder Quark über die Stadtgeschichte schreibt. Wenn mir was auf den Nägeln brennt, das nichts direkt mit der Stadtgeschichte zu tun hat (dann also wohl Kommunalpolitik), werde ich auch das sicher schreiben. Aber ob das Morgen sein wird, in einem halben Jahr oder vielleicht sogar später, kann ich nicht sagen.

Ansonsten werde ich mich anderen Dingen widmen. Neben Privatem spiele ich mit dem Gedanken einen Blog über eine andere Leidenschaft von mir aufzumachen: Folkmusik (primär irisch, schottisch, aber auch die davon stark beeinflusste amerikanische). Da ich da über die Hintergründe aber selbst noch viel zu lernen habe, dürfte das ein gänzlich anderer Blog werden, mehr eine persönliche Suche nach Interpretationen als ein Präsentieren von Fakten, mit der Prämisse der Folkmusik als (sehr frei nach einem berühmten Zitat von Woody Guthrie) Gegenentwurf des aktuellen „Urheberrechtssongwriting“ als lebendiges, sich ständig – sowohl musikalisch als auch inhaltlich – veränderndes und weiterentwickelndes Gemeinschaftsprodukt. Ganz genau weiß ich das aber noch nicht.

Bis dahin.