Nachwehen der letzten Stavo-Sitzung – Runde 2

Mit ein bisschen Feingefühl, ein bisschen Empathie, etwas weniger Arroganz, Ignoranz und Selbstgefälligkeit hätte man die Sache schnell abhaken können, so aber geht’s jetzt erst richtig los. Ein kleiner Fehler, entstanden wohl nur deshalb, weil nach 7 Stunden Sitzung keiner mehr Lust hatte, offenbart nun ein merkwürdiges Demokratieverständnis bei einigen der führenden Grünenpolitikern der Stadt.

Nachdem die Grünen-Fraktionsvorsitzende Hildegard Förster-Heldmann einige seltsame Vorstellungen bezüglich der Aufgaben der Stadtverordnetenversammlung offenbart hatte, war kurz darauf auf Antrag der SPD mit Hilfe der grün-schwarzen Mehrheit über drei Magistratsanträge ohne Aussprache abgestimmt worden. Das war ein Verstoß gegen die Geschäftsordnung, schien zunächst aber nicht so dramatisch zu sein. Man hatte eine Marathonsitzung von beinahe 7 Stunden hinter sich und wollte die Sache beschleunigen. An sich verständlich, nur geht das eben nur, wenn alle damit einverstanden sind und auf ihr Rederecht verzichten. Das war aber nicht der Fall.

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Gehört eigentlich nicht hierher, aber ich sag’s trotzdem mal…

Ich weiß, passt eigentlich nicht in dieses Blog, aber weil ich seit eben 1500 Gründe habe, bestimmte Werke von bestimmten Autoren nicht mehr zu kaufen und demnach jetzt jede Menge Zeit, ist mir grade danach den großartigen Woody Guthrie zu zitieren, der einmal in ein Liederbuch schreiben ließ:

This song is Copyrighted in U.S., under Seal of Copyright # 154085, for a period of 28 years, and anybody caught singin’ it without our permission, will be mighty good friends of ourn, cause we don’t give a dern. Publish it. Write it. Sing it. Swing to it. Yodel it. We wrote it, that’s all we wanted to do.

Damals gab’s in den USA übrigens dieselbe Debatte, lange vor Internet, ja nicht mal Fernseher hatte damals jeder. Die meisten von denen, die damals so auf das Urheberrecht pochten, kennt heute keiner mehr. Guthries Lieder dagegen werden immer noch gesungen und sind heute Teil des kulturellen Erbes.

Sau der Woche oder: grün-schwarze Pressemitteilungen verstehen

Ich liebe ja dieses kleinbürgerliche Aufplustern, bei dem man so richtig merkt, wie der Kopf bei den Leuten gesundheitlich bedenklich rot anschwillt und man eigentlich nur denkt: entspannt Euch! So war das jetzt wieder, als nach dem 1. Mai der Herrngarten von Besuchern vollkommen zugemüllt war. Ich bin Mittwoch Morgen selbst durch den Herrngarten gekommen und, ja, schön war das wirklich nicht. Nicht so schlimm wie am Abholtag für den Gelben Sack nach einer windigen Nacht, aber es sah wirklich beschissen aus.

Anders als bei Vermüllung an vielen anderen Orten blieb das natürlich nicht unbemerkt. Entsetzte Blicke von Passanten, als hätte Al-Qaida einen Anschlag begangen, fassungsloses Kopfschütteln und eine ganze Armada von Leuten, die ihre Handys schon zum Beweisfoto gezückt hatten, als würde es ihnen sonst niemand glauben, es war klar, dass man die Sau gefunden hatte, die man diese Woche durchs Dorf treibt.

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