Der 20. September in Darmstadt

20. September 1833
Großherzog Ludwig II. verkündet, dass er den Landtag Mitte November auflösen wird. Hintergrund ist ein jahrelanger Streit um die Übernahme der noch aus seiner Zeit als Erbprinz stammenden Privatschulden durch die Staatskasse. Unmittelbar nach seinem Regierungsantritt 1830 hatte er versucht, 2 Millionen Gulden dem Staatshaushalt aufzubürden, was die 2. Kammer des Landtags mit einer überwältigenden Mehrheit von 41:7 Stimmen ablehnt. 1833 spitzt sich der Streit noch einmal zu, weil der Großherzog für die bevorstehende Hochzeit seines Sohnes das nach wie vor nur als Provisorium vorhandene Neuschloss mit weiteren 650.000 Gulden aus der Staatskasse fertigstellen will. Mit der Auflösung des Landtags will er Druck auf die ihm deutlich gewogenere 1. Kammer ausüben. Ludwig verkalkuliert sich aber, denn auch in der 1. Kammer ist man sich bewusst, was Ludwigs Vorhaben für den Staatshaushalt bedeuten würde.

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