Der 27. Juli in Darmstadt

27. Juli 1626
Landgraf Ludwig V. von Hessen-Darmstadt stirbt. Weil er im 30-jährigen Krieg als Protestant zum katholischen Kaiser hält, bekommt er den Beinamen „der Getreue“. Hauptgrund ist ein Streit mit Hessen-Kassel um das Marburger Erbe, die ehemalige Landgrafschaft Hessen-Marburg. Für die Unterstützung des Kaisers lässt dieser ihm militärische Hilfe zuteil kommen, so dass große Teile des Marburger Erbes an Darmstadt fallen.

27. Juli 1923
Der Regierungsbaumeister von der Leyen erhält einen Strafbefehl über 300.000 Mark, weil er am 15. Juli vormittags über die Abgrenzungslinie in den für männliche Personen verbotenen Teil des Woogs geschwommen sein soll, um sich dort mit seiner Frau zu treffen. Es ist die Zeit der Hyperinflation, das Briefporto kostet 100,- Mark und wird im August auf 1.000,- Mark erhöht. Dementsprechend beträgt die Ersatzfreiheitsstrafe für den Fall, dass der Baumeister das Geld nicht aufbringen kann, 3 Tage.

27. Juli 1948
Einen Tag, bevor er im Rahmen der Nürnberger Prozesse vernommen werden soll, gelingt Otto Skorzeny die Flucht aus dem Gefangenenlager am Kavalleriesand. Schon länger steht das Lager in der Kritik, weil die Gefangenen mehr Privilegien haben als die Bürger Darmstadts. Eine Flucht ist offenbar nicht allzu schwierig und Skorzeny begibt sich nach Spanien, wo er eine zentrale Figur der rechtsradikalen Szene wird.

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