Der 21. Juli in Darmstadt

21. Juli 1608
Der Schuhmachersohn Johann Engel, der sich selbst Johannes Angelus nennt, stirbt. Angelus war der Superintendent der Landgrafen Georg I. und Ludwig V. und gilt als Vater der hessischen Volksschule. Er organisierte die Ausbildung eines Schulwesen und führte eine Art Schulpflicht ein. Zudem gehört er zu den Initiatoren der Universität Gießen. Gleichzeitig war er ein überzeugter Antisemit, so dass in der maßgeblich unter seiner Ägide entstandenen Judenordnung von 1585 der Bau von Synagogen verboten wurde. Sein fester Glaube an Hexen bestimmte sein Denken zeitweise so sehr, dass er das Thema bei der Hessischen Gesamtsynode 1582 so oft zu den unpassendsten Gelegenheiten zur Sprache brachte, dass die übrigen Synodenteilnehmer sich nicht mehr anders zu helfen wussten, als sich über Angelus lustig zu machen. In seine Zeit als Superintendent fallen die einzigen Hexenverfolgungen Darmstadts. An den Verhören war er intensiv beteiligt.

21. Juli 1806
Nach dem wenige Tage zuvor vollzogenen Beitritt Hessen-Darmstadts zum Rheinbund zieht die französische Besatzungsarmee, die ihr Hauptquartier im Jagdschloss Kranichstein bezogen hatte, nach Norden ab.

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