Der 30. Mai in Darmstadt

30. Mai 1649
Die Stadt Darmstadt stellt fest, dass um den sogenannten „Großen Hainum“ ein Zaun gezogen worden ist. Wie sich herausstellt, geschah dies auf Betreiben der Landgräfin Sophie Eleonore, die sich damit das eigentlich im Besitz der Stadt Darmstadt befindliche Waldstück aneignet. Ein jahrelanger Streit beginnt, während dessen die Stadt offen mit Revolte droht. Letztendlich verliert sie jedoch die Auseinandersetzung und das Waldstück bleibt in fürstlichem Besitz. Es existiert heute noch unter der Bezeichnung Fasanerie.

30. Mai 1900
In einer Sitzung des Landtags übt der Abgeordnete August Noack scharfe Kritik an der Förderung des Jugendstils durch den Großherzog. Er behauptet, der neuen Kunstform wohne etwas Ungesundes, Blasiertes und „Gigerlhaftes“ inne und prophezeit, dass die moderne Formensprache und Symbolik ebenso unverständlich bleiben würden, wie die Dichtkunst eines Ibsen im Vergleich zu der eines Schiller.

30. Mai 1968
Ludwig von Hessen und bei Rhein stirbt. Mit ihm endet nach 400 Jahren das Haus Hessen-Darmstadt. Erbe wird der erst mit Mitte 30 von Ludwig adoptierte Moritz von Hessen aus der Nebenlinie Hessen-Rumpenheim, die bereits 1875 Erbin der Hauptlinie Hessen-Kassel geworden ist, weil die eigentlichen Nachkommen des Kassler Kurfürsten (9 an der Zahl) aus einer nicht standesgemäßen Ehe stammten.

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