Der 16. Mai in Darmstadt

16. Mai 1848
Im Rathaus wählen die Anfang Mai bestimmten Wahlmänner Wilhelm Schulz zum Darmstädter Abgeordneten in der Frankfurter Nationalversammlung. 1843 hatte er anonym „Der Tod des Pfarrers Friedrich Ludwig Weidig“ veröffentlicht und die menschenunwürdigen Haftbedingungen im Darmstädter Gefängnis publik gemacht. Er kam zu dem Schluss, dass Weidig höchstwahrscheinlich von dem Untersuchungsrichter Konrad Georgi bzw. dessen Gehilfen ermordet wurde.

Trotz seiner republikanischen Einstellung tritt er in der Nationalversammlung für eine konstitutionelle Monarchie ein, womit er ein Wahlversprechen erfüllt, dass er abgegeben hat, um die Wahl überhaupt zu gewinnen.

16. Mai 1914
Eröffnung der dritten Ausstellung der Darmstädter Künstlerkolonie.

16. Mai 1933
Einzige Sitzung des 7. Landtags des Volksstaates Hessen. Die Sitzung findet bereits ohne KPD und SPD statt und dauert lediglich 20 Minuten, von denen ein Großteil für das Absingen des Horst-Wessel-Liedes verbraucht wird. Es ist eines dieser unzähligen kleinen Ereignisse, die es unglaubwürdig machen, wenn viele nach dem Krieg behaupten, sie hätten nicht so recht gewusst, was die Nazis da veranstalten.

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