Der 30. April in Darmstadt

30. April 1647
Die Stadt ist von französischen Truppen besetzt, die 40.000 Taler Brandschatzung fordern. Der Stadtrat streitet darüber, wer dies zahlen muss und wie dieses Geld beschafft werden soll. Dabei eskaliert die Situation mehr und mehr. Das Ratsmitglied Wilhelm Ries wirft dem Juden Manasse, einem der reichsten Bürger der Stadt, der deshalb regelmäßig unter antisemitischen Anfeindungen leidet, vor, er „lüge in seinen stinkenden Hals“. Die Franzosen erhöhen den Druck, indem sie Bürgermeister, Ratsherren und Beamte bei Wasser und Brot in den Keller des Kanzleibaus sperren.

Dort einigt man sich keineswegs, sondern prügelt aufeinander ein. Erst als mehrere hohe Beamte nach Speyer verschleppt und als Geiseln gehalten werden, beginnt die Stadt auch die sonst von derlei Kosten befreiten Beamten und Adligen zur Kasse zu bitten. Danach kommt in kürzester Zeit etwas mehr als die Hälfte des geforderten Betrages zusammen, was die Franzosen als Anzahlung akzeptieren..

2 Responses to Der 30. April in Darmstadt

  1. Max says:

    Gibt es dazu eine Quelle?

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