Reißer nimmt im Echo Stellung

Reißer nimmt Stellung: http://www.echo-online.de/lokales/darmstadt/fussball-hessenderby-buergermeister-reisser-sieht-ursache-der-entwicklung-bei-randalierenden-fans-im-hinspiel_16870239.htm

Dazu kann ich mich nur wiederholen: Einsicht, was falsch gemacht zu haben, sieht anders aus. Solange er nicht endlich offen und ehrlich und ohne ein angehängtes „aber…“ erst mal eingesteht, dass das, was er da gemacht hat, mit dem Rechtsstaat nicht vereinbar war, ist er untragbar. Da müssen jetzt auch mal seine Parteifreunde mehr Druck machen. Es geht immerhin um das Ansehen der Stadt. Vorher kann man das eigentliche Problem auch nicht angehen, denn dass die Obrigkeit den Rechtsstaat verletzt, wiegt um ein vielfaches schwerer als ein evtl. provozierendes Verhalten einiger Eintracht-Spieler. Dass er in der Situation darauf zeigt, um von seinen eigenen Verfehlungen abzulenken, ist ein extrem unangebrachtes Verhalten.

Nachtrag: hier übrigens eine schöne Zusammenfassung, was Reißer und alle, die ihn dabei evtl. unterstützt haben, falsch gemacht hat: http://www.schwatzgelb.de/2016-05-04-im-fokus-wie-die-tore-der-stadt-darmstadt-verbarrikadiert-werden-sollten-und-der-sturm-ausblieb.html

Reißer und Hennemann und alle, die nicht verstehen wollen, warum so ein Verhalten untragbar ist, sollten sich das vielleicht mal durchlesen.

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2 Responses to Reißer nimmt im Echo Stellung

  1. Ralf Arnemann says:

    Inhaltlich stimme ich zu. Die Mißachtung des Urteils ist skandalös und für einen Ordnungsdezernenten untragbar.

    Trotzdem eine kurze Erklärung, warum es nachvollziehbar ist, daß er seinen Fehler nicht öffentlich eingesteht.

    Es gibt bei städtischen Wahlbeamten keinen „Rücktritt“. Wenn er sein Amt aufgibt, wäre das Bruch seines Arbeitsvertrags und er würde alle Pensionsansprüche daraus verlieren. Das ist schon heftig.

    Und außerdem ist die kommunalpolitische Situation ungünstig. Durch die Verluste in der Wahl steht die CDU unter Druck, es gibt immer noch alle möglichen Verhandlungen und es könnte sein, daß die CDU irgendwann auf einen Hauptamtlichen verzichten muß.
    Einen schweren Fehler zuzugeben würde Reißer ganz oben auf die Liste der möglichen Abschußkandidaten setzen …

    • Mag sein. Wenn die CDU allerdings tatsächlich einen Hauptamtlichen weniger bekommen sollte, dürfte er nach der Aktion sowieso schon ganz oben auf der Liste stehen. Da wäre ein ehrliches mea culpa vielleicht die bessere Entscheidung, um zu zeigen, dass man Verantwortung übernehmen kann. Statt dessen versucht er Stimmung gegen die Eintracht zu machen und denen letztendlich die Schuld für sein Fehlverhalten in die Schuhe zu schieben in der Hoffnung, da Zuspruch von jenen zu bekommen, die das Problem immer noch nicht begriffen haben (was ja offensichtlich auch klappt). Das ist in meinen Augen nur ein Grund mehr dafür, dass er nicht Ordnungsdezernent bleiben kann, weil so verhält man sich einfach nicht. Das gewiss nicht allzu intelligente Verhalten einiger Eintracht-Spieler auf dieselbe Stufe (oder sogar darüber) zu setzen wie rechtsstaatswidrige Anordnungen eines Ordnungsdezernenten, das ist schon ein starkes Stück Uneinsichtigkeit. Wie soll man da ernsthaft darauf vertrauen können, dass er es beim nächsten Mal besser macht? Auch für das eigentliche Problem ist es wenig hilfreich, wenn er offenbar die Fehler erst mal bei allen anderen sucht. So löst man keine Probleme. Als Ordnungsdezernent ist man aber in Zukunft eine der Schlüsselpersonen bei der Sache.

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