Was nix kost…

Hurra, die Mathildenhöhe hat’s auf die Liste für die Bewerbung zum Weltkulturerbe der UNESCO geschafft. Was uns das bringt: nochmal 560.000,- € zusätzliche Kosten. Dankeschön. Dabei hatten Grüne, CDU und FDP doch vor zwei Jahren behauptet, dass die Aufnahme auf die sogenannte Tentativliste keine Kosten verursachen würde. Die Aufnahme nicht, nur der vorauseilende Gehorsam. Die Frage, die ich damals in einem Beitrag hier gestellt habe, ob denn irgendwem was fehlen würde, wenn die Mathildenhöhe kein Weltkulturerbe wird und was denn nun der genaue Nutzen dieser Auszeichnung wäre, hat mir übrigens bis heute immer noch niemand befriedigend beantworten können.

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2 Responses to Was nix kost…

  1. Marc says:

    Da kommen indirekte Kosten. Messel hatte z.B. 2010 eine Buswendeschleife geplant, die natürlich deren Weltnaturerbe mit dem ÖPNV erschließen sollte. 300.000 Euro Gesamtkosten, 100.000 für Messel, 200.000 Euro sollten vom Land kommen. Da hat dann nicht geklappt, also sollten 175.000 Euro übers Gemeindestraßenfinanzierungsgesetz beantragt werden. (Danach war ich nicht mehr in Messel eingesetzt,)

    Analoge Dinge werden auch rund um die Mathildenhöhe notwendig sein. So ein Touristenpunkt braucht bestimmt irgendwo Parkplätze. DIe Unseco will bestimmt nicht, dass ein Erbe inmitten der Bebauung steht und es kommt keiner hin.

    Befürworter (in Darmstadt) sagen, dass so ein Projekt aber auch die Chance sei mal am Stück und mit Konzept zu investieren.

    • Befürworter (in Darmstadt) sagen, dass so ein Projekt aber auch die Chance sei mal am Stück und mit Konzept zu investieren.

      Das kann man machen………………. wenn man das Geld dafür hat. Bei der momentanen finanziellen Lage der Stadt. allein wenn man sieht, wo die Stadt Gelder streichen musste, ist so ein Projekt aber unverantwortlich, ignorant und arrogant. Wenn man so viel Geld investiert, muss der Nutzen klar ersichtlich sein, und das ist er nicht. Diese UNESCO-Plakette ist doch in Wahrheit nur ein überteuerter Marketinggag. Sie nützt nichts und die Vergabepraxis ist mehr als fragwürdig.

      So ein Touristenpunkt braucht bestimmt irgendwo Parkplätze. DIe Unseco will bestimmt nicht, dass ein Erbe inmitten der Bebauung steht und es kommt keiner hin.

      Naja, Skellig Michael ist auch Weltkulturerbe, aber versuch da mal bequem hinzukommen. Das geht nur im Sommer, bei gutem Wetter, ruhiger See und in ziemlich wackligen kleinen Motorbötchen, auf denen den Touristen in schöner Regelmäßigkeit reihenweise schlecht wird. Da hat die UNESCO keine Brücke und Parkplätze verlangt. Dieser vorauseilende Gehorsam, was denn die UNESCO evtl. verlangt, ohne dass man das so genau weiß, ist ja auch so eine Sache. Daran zeigt sich doch, dass die Kriterien für die Vergabe viel zu schwammig und willkürlich sind. Und dann investiert man da 6-stellige Beträge, nur weil man GLAUBT, dass die UNESCO das gut finden könnte. Das ist irgendwo schon ein bisschen irre.

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